Erprobung von Bildungsformaten zur Stärkung der Ernährungskompetenz in der Tafel-Landschaft

Neben finanziellen Gründen ist unzureichendes Wissen um eine gesunde Ernährung einer der Hauptgründe für eine nährstoffarme und ungesunde Ernährung. Gewichtzunahmen aber auch ernährungsbedingte Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauferkrankungen oder Bluthochdruck können die Folgen einer einseitigen und nährstoffarmen Ernährung sein.

37 % der ausgegebenen Lebensmittel bei den Tafeln bestehen aus Obst und Gemüse, was zu einer gesunden Ernährungsweise der Tafel-Kundinnen und –Kunden beiträgt. Jedoch zeigt sich, dass der Zugang zu hochwertigen Lebensmitteln allein noch keine ausgewogene und gesunde Ernährung garantiert. So hat sich gezeigt, dass häufig das Wissen fehlt, wie die Produkte zubereitet werden.

Das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen hat einen direkten Einfluss auf die schulische Leistungsfähigkeit und die spätere Entwicklung. Bereits in jungen Jahren werden Kinder in ihrem Ernährungsverhalten von ihrem sozialen Umfeld geprägt. Es können ungünstige Ernährungsvorlieben entstehen, die sich hartnäckig über Jahre halten können.

Anknüpfend an Maßnahmen, die bisher in der Tafel-Landschaft durchgeführt wurden, werden im vorliegenden Projekt konkrete Bildungsformate erprobt, mit dem Ziel, die Ernährungskompetenz der Tafel-Kundinnen und -Kunden zu verbessern.

Hierfür werden in 2020 zwei Bildungsformate, offener Mittagstisch mit Ernährungsbildungseinheit für Erwachsene und Ernährungsbildung für Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren, erprobt.

Das Projekt "Erprobung von Bildungsformaten zur Stärkung der Ernährungskompetenz in der Tafel-Landschaft" wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.