Was ist der Bundesfreiwilligendienst?

Schulabschluss in der Tasche, Rastlosigkeit beim Renteneinstieg oder Neuankommen in der Fremde: Es gibt im Leben viele Phasen, in denen man sich neu orientiert und Zeit zur Verfügung hat. Der Bundesfreiwilligendienst bietet seit 2011 die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln und sich gesellschaftlich zu engagieren. Er fördert Lebenslanges Lernen und unterstützt dabei, den Wieder- oder Ersteinstieg ins Berufsleben zu finden. 

Wer kann sich engagieren?

Menschen jeden Alters, Geschlechts und Herkunft können einen Freiwilligendienst absolvieren. Einzige Voraussetzung ist, dass die Vollzeitschulpflicht  (je nach Bundesland mit 16, manchmal auch schon mit 15 Jahren) erfüllt wurde. Jüngere Freiwillige erwerben und vertiefen ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen, ältere Freiwillige bringen ihre eigene Lebens- und Berufserfahrung ein. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.

Welche Einsatzmöglichkeiten gibt es? 

Die Einsatzbereiche sind so vielfältig wie die Freiwilligen. Bei den Tafeln setzt man sich für bedürftige Menschen und Lebensmittelrettung ein. Dies kann man auf viele Arten im Tafel-Alltag tun. Beispielsweise: 

  • als Fahrer/in die Lebensmittel von den Supermärkten abholen und sich um die Fahrzeuge kümmern
  • in der Sortierung und nicht-ausgabefähige Lebensmittel entsorgen 
  • in der Ausgabe Kundinnen und Kunden beraten
  • im Büro bei der Organisation und Öffentlichkeitsarbeit helfen
  • im Bereich Logistik für einen reibungslosen Tafel-Alltag sorgen
  • beim Fundraising neue Sponsoren gewinnen
  • Projekte und weitere Angebote für Kundinnen und Kunden durchführen
  • als Dolmetscher/in vermitteln

Bundesfreiwilligendienst bei den Tafeln

Farina, Bundesfreiwillige der Herforder Tafel, prüft die Bananen gründlich. Kann man sie noch verwenden? Wenn ja, finden sie ihren Weg in die Ausgabe der Tafel. Der Tafel-Alltag eines Freiwilligen bietet viele Einsatzmöglichkeiten. Je nach Interesse und Fähigkeiten können sie Lebensmittel als Fahrerin oder Fahrer abholen und sortieren, bei der Ausgabe in Kontakt mit den Kundinnen und Kunden treten oder auch das  individuelle Angebot ihrer Tafel unterstützen - das kann ein Sprachkurs für Geflüchtete, eine Kleiderkammer oder auch ein Kochkurs oder Kulturprogramm für Kinder sein. Einen spannenden Blick hinter die Kulissen des Freiwilligendienstes bei den Tafeln bietet unsere Reportage. 

Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug

Der Bundesfreiwilligendienst hilft nicht nur beim Erst- oder Wiedereinstieg in den Beruf – er kann auch das Ankommen in einem fremden Land unterstützen. 

Der Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug gibt Freiwilligen - Geflüchteten sowie Interessierten ohne Fluchthintergrund - die Möglichkeit, Integrationsarbeit aktiv zu unterstützen. Als Übersetzer oder Übersetzerin, bei Behördengängen oder in der Betreuung geflüchteter Kinder – das hängt ganz vom Angebot, Fähigkeiten und Interesse ab.

Tafeln sind eine der ersten Anlaufstellen für Geflüchtete und somit ein wichtiger Akteur in der Integrationsarbeit. Die Tafeln nehmen diese Verantwortung an. Sie werden durch Angebote der Tafel-Akademie, wie beispielsweise den Seminaren des Projekts "Bildung schafft Integration", unterstützt. Ein Bundesfreiwilligendienst mit Flüchtlingsbezug in der Tafel-Landschaft ist vielfältig und hilft bei der Integration der Kundinnen und Kunden mit Fluchthintergrund. 

Ansprechperson

Christin Becker
030 200 59 76-280